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No Man’s Sky: Release wegen möglicher Patentverletzung in Gefahr?

No Man’s Sky soll am 10. August endlich für den PC und die PlayStation 4 erscheinen, doch eine mögliche Patentverletzung könnte den Release im schlimmsten Fall weiter verzögern. Das Problem ist die „Superformel“, mit der das gigantische Universum des Sandbox-Spiels prozedural generiert worden sein soll. Der Entwickler Hello Games habe die nämlich nicht selbst kreiert, sondern sich bei der mathematischen Formel des belgischen Pflanzengenetikers Johan Gielis bedient. Der arbeitet heutzutage als Chief Research Officer bei dem niederländischen Unternehmen Genicap. Und genau diese Firma stellt nun die Behauptung auf, Hello Games habe die Formel benutzt, ohne die Lizenz dafür zu erwerben. Das berichtet die niederländische Zeitung De Telegraaf. Der Artikel wurde von einem fleißigen NeoGAF-Nutzer übersetzt.

Fakt ist: Gielis hat sich vor zwei Jahren die Verwendung seiner Formel auf einem „Unterhaltungsgerät“ patentieren lassen. Es ist nicht bekannt, ob Hello Games von diesem Patent gewusst hat. Für Genicap sei jedoch klar, dass man sich mit dem Entwicklerstudio „zusammensetzen müsse“, wenn die Formel verwendet werden sollte. Das Unternehmen habe nicht vor, die Veröffentlichung von No Man’s Sky zu verhindern. Der Anwalt Arnoud Engelfriet sagt jedoch, dass eine Patentverletzung ernsthafte Folgen haben könnte. Er spricht dabei von einem Vertriebsstopp des Spiels und einer finanziellen Entschädigung. Das würde in dem Fall nicht nur Hello Games betreffen, sondern natürlich auch Sony, den Publisher der PS4-Version.

Hello Games hat sich bislang noch nicht zu dem Vorfall geäußert. Es bleibt nun zu hoffen, dass sich die Veröffentlichung von No Man’s Sky nicht noch weiter verzögert. Schließlich warten wir bereits seit Ende 2013 auf das Weltraumspiel, in dem wir mehr als 18 Quintillionen Planeten erkunden können. Hello Games ist ein recht kleines Team, besteht aus gerade mal 15 Mitarbeitern. Bei einem so ambitionierten Projekt ist es da kaum verwunderlich, dass es immer wieder zu Verzögerungen in der Entwicklung kam. Zwischendurch gab es schon einen Rechtsstreit mit dem Pay-TV-Anbieter Sky und Weihnachten 2013 wurden sogar die Büroräume von Hello Games überflutet, was die Produktion wohl kaum einfacher gemacht hat.

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